18.06.2026

Vom Kostenfaktor zum Strategie-Hebel: 2. KOBAN SÜDVERS Risk Summit in Salzburg

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Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft, Recht und Risikomanagement diskutierten in der Red Bull Organics Lounge über Cyberrisiken, die neue Verwundbarkeit der Versorgung und die Frage, warum Resilienz heute auf die Vorstandsagenda gehört.

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Wals-Siezenheim/Salzburg, 18. Juni 2026 – Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud KOBAN SÜDVERS, einer der führenden österreichischen Industrieversicherungsmakler und exklusiver österreichischer Partner im Worldwide Broker Network (WBN), bereits zum zweiten Mal zum Risk Summit. Bewusst kompakt gehalten, bot das Format Raum für fundierte Keynotes, kontroverse Podiumsdiskussionen und den persönlichen Austausch in vertrautem Kreis. Das verbindende Bild des Tages: die Seilschaft, die in volatilen Zeiten gemeinsam an den Gipfel führt.

Durch das Programm führten die Gastgeber Mag. Dr. Klaus Koban, MBA (CEO und Gründer der KOBAN SÜDVERS Group) und Ing. Florian Traußnig, MBA (Geschäftsführer für den Bereich Risiko- und Versicherungstechnik/CTO der KOBAN Südvers). Inhaltlich spannte sich der Bogen von Unternehmenskrisen über Versorgungssicherheit und Cyberrisiken bis hin zur Großschadenabwicklung und internationalen Versicherungsprogrammen.

„Gerade in volatilen Zeiten braucht es verlässliche, nachhaltige Seilschaften, um an den Gipfel zu gelangen. Genau dafür steht dieser Tag: höchste Expertise, wertvolle Brancheninsights – und der ehrliche Austausch in vertrautem Kreis.“
Mag. Dr. Klaus Koban, MBA, CEO & Gründer der KOBAN SÜDVERS Group

Resilienz ist Chefsache – Versicherung wird zum Werttreiber

Den inhaltlichen Auftakt setzte der WBN Global Research Report 2026 „The New Risk Reality“. Die Studie macht deutlich, dass Versicherung von Unternehmen zunehmend nicht mehr als reine Kostenposition, sondern als strategisches Instrument zur Stärkung von Resilienz und Unternehmensleistung betrachtet wird. Bereits 43 Prozent der befragten Entscheidungsträger sehen Versicherung heute als Investition in die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens, weitere 87 Prozent erwarten, dass ihre strategische Bedeutung in den kommenden drei Jahren weiter zunehmen wird.
Ebenso klar fiel das Ergebnis hinsichtlich der Anforderungen an internationale Maklerpartner aus: 96 Prozent der Befragten messen starken lokalen Beziehungen in den jeweiligen Märkten hohe Bedeutung bei, während 94 Prozent gleichzeitig die Einbindung in ein leistungsfähiges internationales Netzwerk erwarten. Genau diese Kombination aus regionaler Nähe, persönlicher Betreuung und globaler Expertise sieht KOBAN SÜDVERS als entscheidenden Mehrwert für seine Kunden – getragen durch die starke Verankerung in Österreich und die internationale Reichweite des Worldwide Broker Network (WBN).

Keynote 1 | Krisen als neuer Alltag

Dr. Martin Pfeffer, Partner der VALTUS Management Factory, beleuchtete Krisensituationen in Unternehmen und die Rolle des Executive Interim Managers. Anhand des Sanierungsfalls Binder+Co AG zeigte er, wie sich eine strategische Krise über Jahre wenden lässt: vom operativen EBIT von minus 1,4 Mio. Euro im Jahr 2017 hin zu nachhaltig positiven Ergebnissen und einer Eigenkapitalquote von rund 48 Prozent (2025). Seine zentrale Lektion deckt sich mit dem Tenor des Summits – die Bedeutung von Kommunikation und Transparenz gegenüber allen Stakeholdern, von Eigentümern über Finanzierungspartner bis zu den Versicherungen, lässt sich kaum hoch genug ansetzen.

Keynote 2 | Die neue Verwundbarkeit der Versorgung

Philipp Traussnig, MA, MBA, Geschäftsführer der TRAUSSNIG Spedition GmbH, verschob die Perspektive auf ein oft unterschätztes Systemrisiko. Seine These: Versorgungssicherheit ist keine Frage von Lkw und Straßen, sondern von Menschen und Demografie. Auf Österreichs Straßen wurden 2024 rund 562,6 Mio. Tonnen Güter bewegt (Statistik Austria) – getragen von einer alternden Belegschaft. Der IRU Global Truck Driver Shortage Report 2024 weist weltweit 3,6 Mio. offene Fahrerstellen aus, allein in Deutschland fehlen rund 70.000 Berufskraftfahrer. Sein Fazit für die Geschäftsführung von Unternehmen: Lieferketten müssen nicht effizienter, sondern robuster gegen den Verlust von Arbeitskraft werden – „Resilienz ist keine Eigenschaft von Systemen, sie ist eine Entscheidung.“

Keynote 3 | Cyberrisk – vom blinden Fleck zum Lagebild

Einen eindrucksvollen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Cybersicherheit gaben Patrick Bardel, Gründer und CEO der BPN Group, sowie Michael Geisler, CISO der Lagermax Group. Anhand der komplexen IT-Landschaft von Lagermax verdeutlichten sie, wie schwierig es für Unternehmen geworden ist, bei zunehmender Digitalisierung und stetigem Wachstum den Überblick über ihre tatsächliche Risikosituation zu behalten. Täglich werden dort mehr als 100 Millionen sicherheitsrelevante Ereignisse registriert – eine Datenmenge, die ohne moderne Analyse- und Monitoring-Systeme kaum mehr beherrschbar wäre.

Wie groß die Herausforderung ist, zeigte ein Praxisbeispiel aus dem Security Operations Center (SOC): Von insgesamt 4.257 untersuchten Sicherheitsmeldungen innerhalb von 30 Tagen erwiesen sich nach automatisierter Voranalyse und eingehender Prüfung durch Experten lediglich drei als tatsächliche Bedrohungen. Die Referenten machten deutlich, dass Unternehmen heute in der Lage sein müssen, aus einer enormen Menge an Daten jene wenigen kritischen Risiken herauszufiltern, die tatsächlich geschäftsrelevant sind.

Ihre zentrale Botschaft an die anwesenden Entscheidungsträger: Bereits eine einzige unentdeckte Schwachstelle kann ausreichen, um erhebliche Schäden zu verursachen. Gleichzeitig verkürzt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Zeitspanne zwischen dem Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und deren Ausnutzung durch Angreifer zunehmend. Umso wichtiger seien Transparenz, kontinuierliches Monitoring und ein aktuelles Lagebild der eigenen Cyberrisiken, um die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig zu stärken.

Podium I | Großschadenabwicklung im Wandel

Das erste, von Mag. Stefanie Teplitsky moderierte Panel widmete sich der Großschadenabwicklung im Spannungsfeld von Regulierung, Erwartungsdruck und Realität. Die beiden Diskutanten brachten bewusst zwei Blickwinkel auf dasselbe Ereignis ein: DI Martin Schörkhuber, CEO der vrs-SSP-Adjusters GmbH und seit 1999 gerichtlich beeideter Sachverständiger, die technisch-ingenieurliche Realität am Schadentag samt internationalem Schadenmanagement über das vrs-Netzwerk; RA Mag. Dr. Isabel Pinegger, Rechtsanwältin in Salzburg mit Schwerpunkt Schadenersatz- und Versicherungsrecht, den juristischen Rahmen von Deckungsstreit, Obliegenheiten und Klagsweg. Die Leitfrage: Wo Technik aufhört, fängt das Recht an – und umgekehrt.

Inhaltlich spannte sich der Bogen von der gestiegenen regulatorischen Dichte – IDD, VersVG-Novellen, DSGVO im Schadenfall, NIS2 und DORA, künftig CSRD und CSDDD – über die Klassiker der Leistungsfreiheit (Obliegenheitsverletzungen, Schadensminderungspflicht, Beweislast) bis zu Sanktionen und blockierten Zahlungsströmen. Spürbar wurde auch der Erwartungsdruck: Der Vorstand will Recovery in Tagen, der Versicherer prüft über Monate, Bank, Belegschaft und Medien drängen gleichzeitig auf Antworten. Seit dem Hard Market 2022/2023 hat sich der Umgang mit Bedingungen, Selbstbehalten und Ausschlussklauseln zudem merklich verschärft.

Konkret wurde es bei der operativen Wahrheit der ersten 72 Stunden – etwa beim Industriebrand mit Betriebsunterbrechung. Diskutiert wurden die Kapazitätsgrenzen des österreichischen Sachverständigenmarkts bei gehäuften Naturkatastrophen (Hochwasser in Ostösterreich 2024, Hagel, Starkregen), die Rolle von KI in der Schadenregulierung sowie das wachsende Risiko der Unterversicherung, nachdem sich Wiederbeschaffungskosten in einzelnen Sparten binnen drei Jahren nahezu verdoppelt haben. Der Tenor: Großschadenabwicklung ist kein Standardprozess, sondern ein Zusammenspiel aus Recht, Technik, Psychologie und Tempo. Wer souverän agieren will, braucht mehr als eine gute Police – er braucht ein eingespieltes Team aus Makler, Anwältin und Sachverständigem, das ihn in den entscheidenden ersten Stunden trägt.

Podium II | Think global, insure local – internationale Programme im Fokus

Den international ausgerichteten Höhepunkt setzte das von Ing. Florian Traußnig auf Englisch moderierte Panel zu den Erfolgsfaktoren internationaler Versicherungsprogramme. Auf dem Podium standen zwei renommierte internationale Maklerhäuser: Christophe Van Gool, BS RMI, MIM, Director Global Solutions bei EPIC Insurance Brokers & Consultants (USA) mit über 30 Jahren Erfahrung im internationalen Geschäft, sowie Marek Štimpl, MSc., MBA, Director of Consulting Services CEE bei RENOMIA in Prag, der Konzernkunden in mehr als 14 zentral- und osteuropäischen Märkten betreut. Entscheidend dabei: EPIC arbeitet über das Worldwide Broker Network (WBN) – dasselbe Netzwerk, in dem KOBAN SÜDVERS exklusiver österreichischer Partner ist. Damit wurde die internationale Programmkompetenz für das Auditorium unmittelbar greifbar, weit über die Theorie hinaus.

Das Gespräch ging in die Tiefe: von der Programmarchitektur zwischen echter Master Policy mit DIC/DIL-Deckung und einem koordinierten Netz lokaler Stand-alone-Policen, über die Frage, ab welcher Größe sich eine Captive auch für den industriellen Mittelstand wirklich rechnet, bis zu den oft unterschätzten Compliance- und Steuerthemen. Freedom-of-Services-Platzierungen unter OECD-BEPS-Druck, Versicherungssteuern und parafiskalische Abgaben – die „versteckten 8 bis 18 Prozent“ eines globalen Programms – sowie ein sauberes Sanctions-Screening, ohne Tochtergesellschaften unversichert zu lassen, standen ebenso auf der Agenda

Im Zentrum stand jedoch der Großschaden, wenn er global wird – und die zentrale Erkenntnis, dass Märkte nicht monolithisch sind. „Die USA“ existieren faktisch nicht als ein Markt, sondern als Patchwork aus 50 Jurisdiktionen mit fundamental unterschiedlicher Schadenkultur; Punitive Damages sind in manchen Bundesstaaten unversicherbar, in anderen deckbar. (Punitive Damages sind Schadenersatzleistungen, die über den tatsächlich entstandenen Schaden hinausgehen). (Social Inflation und Nuclear Verdicts haben die Haftungsschwere verschoben – Urteile über 10 Mio. US-Dollar sind in Produkt-, Transport- und Betriebshaftpflicht keine Ausreißer mehr. Auch die CEE-Region ist trotz EU-Harmonisierung in Gerichtspraxis, Schadenkultur und Versichererverhalten alles andere als einheitlich. Das Fazit des Panels: Internationale Programme sind kein Produkt, sondern eine Disziplin. Sie verlangen Architektur, lokale Substanz, einen Compliance-Anker und vor allem Menschen, die im Schadensfall verlässlich erreichbar sind. Genau dafür steht das WBN, in dem KOBAN SÜDVERS Österreich vertritt.

Fazit

Ob Unternehmenskrise, Versorgung, Cyber, Großschaden oder internationale Programme – die Themen des Tages eint ein Muster: Resilienz entsteht nicht in der Krise, sondern in der Vorbereitung. Für KOBAN SÜDVERS ist Versichern dabei die letzte Verteidigungslinie, der eine ganzheitliche Risikobetrachtung vorausgeht – getragen von lokaler Verankerung in Österreich und globaler Reichweite über das Worldwide Broker Network.

„Risikomanagement, Prävention und der aktive, qualitative Austausch mit unseren Klienten sind der Kernanspruch von KOBAN SÜDVERS. Genau diesem Anspruch dient unser Risk Summit, den wir bewusst jährlich abhalten – und auf dessen Fortführung im Jahr 2027 wir uns schon jetzt freuen.“
Ing. Florian Traußnig, MBA, Geschäftsführer für Risiko- und Versicherungstechnik / CTO der KOBAN SÜDVERS GmbH

 

Über KOBAN SÜDVERS
KOBAN SÜDVERS zählt zu den führenden Industrieversicherungsmaklern Österreichs und ist österreichischer Partner im Worldwide Broker Network (WBN), dem größten und ältesten internationalen Maklernetzwerk. Das Unternehmen begleitet Gewerbe- und Industriekunden ganzheitlich im Risiko- und Versicherungsmanagement – von der Risikoanalyse über Specialty Lines wie Property, Engineering, Haftpflicht, Cyber, D&O und Transport bis zur internationalen Programmsteuerung. Der Anspruch: Stark beraten, exzellent versichert